Montag, 21. Januar 2013

Darf man oder darf man nicht?

Ich habe ja die neuen Armstulpen "Mollie" in meinem DaWanda-Laden nach einer Anleitung aus der Zeitschrift "Mollie Makes" mit ein paar kleinen Abänderungen gehäkelt. Nun tritt mir die "Erfinderin" dieser Armstulpen, die einen Shop bei Etsy hat (auch mit den Original-Armstulpen aus der "Mollie Makes"), auf die Füsse.

Die Anleitung sei nur für den privaten Gebrauch, nicht aber für den gewerblichen. Ist das tatsächlich so? Ich dachte, wenn man so etwas öffentlich macht, dann kann es auch genutzt werden, wie man will. Schließlich hat sie kein Patent drauf.

Helft mir bitte bei dieser Angelegenheit. Wie seht Ihr das so?

Liebe Grüße von einer verwirrten Bine.

Nachtrag:

Ja, wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil.
Wie Sabine bei den Kommentaren schreibt, steht es im Impressum der Zeitschrift "Mollie Makes", dass die ganzen vorgestellten Modelle NICHT gewerblich nachgemacht werden dürfen.
Also habe ich meine Armstulpen aus meinem Shop rausgenommen.
Wer hätts gedacht!

Nachtrag 2:

Und nicht nur das, dieses Verbot steht auch in sämtlichen Strickzeitschriften drin.
Bin jetzt noch auf der Suche, ob das auch in Strickbüchern drinsteht.

Kommentare:

  1. Hallo Bine,

    ich muss gestehen,ich blicke da auch nicht durch und habe mich genau das schon oft gefragt :(
    Für mein Empfinden kann ich verstehen,dass ich eine Anleitung nicht weiter verkaufen darf,aber wenn ich etwas nach einer Anleitung herstelle, dann muss es doch eigentlich mir überlassen sein was ich damit tue schließlich ist es ja meine "Arbeit",oder nicht?
    Ich wünsche Dir es findet sich jemand der sich damit auskennt und Dir weiter helfen kann.

    Herzliche Grüße,

    Barbara

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  2. Zunächst, diese Armstulpen sind mal wieder superschön. Zu deiner Frage kann ich dir nichts sagen, kenne mich leider nicht aus. Allerdings erfindet doch niemand das Rad wirklich neu, egal welch kreatives Werk man macht, genau genommen darf man dann bald gar nichts ´mehr... Wir sollten alle etwas gelassener mit diesen Dingen umgehen, finde ich. Aber meine Meinung gibt hier ja eher nicht den Ausschlag ;-) LG susanne

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  3. Liebe Bine,
    ich bin leider kein Jurist, aber soviel ich weiß, darf man solche Sachen nacharbeiten und verkaufen; erst recht, wenn man Dinge (und sind es auch nur Kleinigkeiten) abändert. Du bist ja auch kein Riesen-Konzern, der damit jetzt in Massenproduktion geht...
    Auch wenn diejenigen, die solche Anleitungen veröffentlichen gerne schreiben "nur für den privaten Gebrauch", hat das, glaube ich, rechtlich keinen Bestand.

    Ich würde mich an Deiner Stelle nicht beirren lassen!
    Bin gespannt, wie das andere Leute sehen...

    Liebe Grüße
    Gaby

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  4. Also, das habe ich noch nie gehört, dass man aus einer Zeitschrift nur für private Zwecke häkeln oder was auch immer darf, und du hast es ja noch abgeändert,kenne mich zwar rechtlich nicht aus, kann mir aber nicht vorstellen, dass man es nicht darf. Dann sollte man wirklich ein Patent drauf anmelden. Habe mich letztens auch geärgert, habe ja meine Harley auch nach meinen Wünschen lackieren lassen und der Besitzer des Ladens hat jetzt genauso eine Lackierung in seinem Sortiment aufgenommen, weil es ihm so gut gefallen hat, und verkauft sie jetzt. Finde ich auch doof, kann da aber auch nichts machen. Also würde ich mich davon nicht verrückt machen lassen sprich einfach ignorieren, was will sie denn machen.
    Liebste Grüße
    Angi

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  5. Liebe Bine,

    also es gibt da verschiedenes. Manche machen Anleitungen öffentlich und schreiben dazu, daß entsprechend hergestellte Produkte nicht gewerblich verkauft werden dürfen, andere erlauben den Verkauf in geringer Menge mit oder ohne Bekanntgabe des Urhebers, manche erlauben nur den Verkauf der Anleitungen nicht - dafür erlegen sie aber keinerlei Beschränkungen für den Verkauf daraus resultiernder Produkte auf. Eigentlich schreiben das die Erfinderinnen der Anleitungen aber immer dazu. Wenn eine Anleitung allerdings in einem Heft bzw. Magazin veröffentlicht wird, könnte es sein das damit auch die Rechte an das Magazin abgetreten werden und dem wird es wohl egal sein ob die Sachen verkauft werden. Vielleicht solltest Du mal einen auf Produktrecht spezialisierten Anwalt fragen.

    Liebe Grüße,
    Tanja

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  6. Einfach mal das Kleingedruckte im Impressum der Zeitschrift lesen - da steht eindeutig, dass die Anleitung nicht für gewerbliche Zwecke verwendet werden dürfen.
    Klarer gehts in diesem Falle kaum.

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  7. ich bin's nochmal ;-),
    habe eine Anmerkung zu rosenresli's Kommentar:
    Auch wenn bei manchen Anleitungen so etwas dabei steht, heißt das ja noch lange nicht, dass so etwas auch rechtens ist...
    Ich habe bei meinem e-book für eine Tasche auch geschrieben "darf in geringer Stückzahl verkauft werden", hab' mich aber nicht vorher schlau gemacht, ob das rechtlich gesehen überhaupt irgendeine Relevanz hat...
    Letztendlich schließe ich mich butterfly dreams Meinung an: mein Material, meine Arbeit= meine Entscheidung, was ich damit mache!

    Liebe Grüße
    Gaby
    Liebe Grüße
    Gaby

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  8. Hallo Bine,
    bei den Anleitungen der Lacetüchern, die ich bei Wollsinn gekauft hatte, steht es auch drin, dass es nicht erlaubt ist, die gestrickten Tücher zu verkaufen.
    Obwohl, so ganz verstehen kann ich es nicht, da ich die Anleitung erwerbe und nicht das fertig gestrickte Teil. Von meinem Gefühl her, müsste es heißen, dass ich die Anleitung nicht weiterverkaufen darf.
    Ich habe gerade meine Strickbücher der dänischen Strickdesignerinnen durchgesehen, dort konnte ich nichts derartiges finden.

    Ich finde Deine Frage auch interessant. Berichte doch mal bitte, wenn Du etwas herausgefunden hast.

    Viele liebe Grüße
    Isa

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  9. Hallo Bine,

    juhu... ich kann endlich bei Dir kommentieren!!!!
    Warum? Egal... Hauptsache, es geht.

    Vom Bauchgefühl her würde ich sagen, dass es genauso wie mit Bildern ist, die man veröffentlicht. Wenn dabei steht, dass die Bilder nicht weiterverwendet werden dürfen. Ansonsten ist es ein Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz. So ist es vielleicht am besten zu verstehen.

    Du schreibst aber, dass Du eine Veränderung an der Anleitung vorgenommen hast. Es ist die Frage, ob die Veränderung so groß ist, dass das Original nicht sofort erkennbar ist...

    Es ist schade, dass einem das Ganze so verleidet werden kann...

    GGGGGGGGGGGLG Katja

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  10. liebe bine

    ich dachte mir schon gleich als ich deine stulpen gesehen hab, das gibt ärger !!!! hab mich aber nicht getraut da was zu sagen, hätte ja sein können, dass du die "stulpenmacherin" vor angefragt hast ....

    dieses problem kenne ich aus der teddyszene..... schnitte oder anleitungen gehören dem, der sie macht und sie dürfen nicht für den gewerblichen gebrauch benutzt werden !!! zumal es in der mollie makes noch steht, ist es eh soweit klar !! zumindest dort wo es drauf steht, darf man sie nur für den privaten gebrauch nützen....

    grüssli karin

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  11. Liebe Bine,
    wie schade,sie sind so schön.Und ich kann es nicht so ganz verstehen,dass man sie dann nicht verkaufen kann?Ich meine du hast sie doch auch abgewandelt und sie sehen dann anders aus,oder?
    GGGGlG Diana

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  12. Irgendwie klappt das hier heute nicht

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  13. Ah, jetzt gehts doch, wollte dir nur sagen, dass deine Mails nicht ankommen bei mir, und meine nicht rausgehen zu dir.
    Kommentieren ging bis gerade auch nicht, jetzt scheinbar doch. Vielleicht kannst du mir ja hier antworten.
    Bin gerade sehr verwundert über deinen Nachtrag, gut zu wissen, trotzdem unlogisch, weil du es ja verändert hast, aber wenns so ist, bloß nicht ärgern.
    Liebste Grüße
    Angi

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  14. Ja, das mit dem nacharbeiten ist so eine Sache. Bei Tilda z.B. sind sie ganz extrem hinterher und wenn mans ignoriert, dann wird es richtig teuer.
    Die Dame möchte halt selber das Geld verdienen mit dem Material, das man braucht und dann kauft.
    Anders, wenn man die Sachen für einen guten Zweck nacharbeitet, dann ist es normalerweise kein Problem.
    Und wenn es in den Büchern nicht drinsteht, dann würde ich sicherheitshalber beim Verlag nachfragen.
    Wenn der Urheber direkt mit einem Anwalt kommt, kann die Strafe auch mal 5-stellig sein!
    Deine Armstulpen gefallen mir aber "trotzdem" sehr gut!!!
    LG Sabine

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  15. Ach je!!!
    Aber wenn du es abänderst sollte doch nichts dagegen sprechen es zu verkaufen. Oder???
    Von Tilda weiß ich das auch.
    Oder auch bei so Holzbastelheften steht es glaub dabei.

    Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude beim Vorbereiten deines Marktes!!!

    Liebe Grüße, Biene aus dem Seifengarten

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^^Ich freue mich über Deinen Kommentar^^